Galerie 2116

Friedliche Szenarien aus dem Leben der Zukunft

Das Thema „Mobilität der Zukunft“ ist komplex und vielschichtig. Seine Erörterung erfordert sowohl Analyse als auch Vorstellungskraft. Im Rahmen einer Galerie 2116 entwerfen renommierte Illustratoren ihre Ideen für die Mobilität der kommenden 100 Jahre. Das Ergebnis, das wir im BMW Magazin digital in einer dreiteiligen Serie exklusiv präsentieren, ist ein Portfolio der Möglichkeiten. Denn nicht alles, was sich bewegt, muss vier Räder haben. Manchmal reicht auch der eigene Kopf. Zum Beispiel der von Andy Rementer, Jean Jullien, Jude Buffum und Alexander Glandien.

Texte
Hendrik Lakeberg

Andy Rementer „Moving Together“

In dieser Arbeit stellt Andy Rementer eine friedliche und glückliche Szenerie aus dem Leben der Zukunft dar. „Ich mag die Vorstellung von einer Welt, in der Menschen, Autos und die Industrie im Einklang ihre Ziele erreichen“, sagt der 34-Jährige. Der Titel „Moving Together“ bedeutet für Rementer, sich für die Umwelt verantwortlich zu fühlen, Respekt füreinander zu zeigen und harmonisch zusammenzuarbeiten.

Jean Jullien „Walk the Walk“

Es ist die Gabe von Jean Jullien, komplexe Sachverhalte in einem ausdrucksstarken Bild humorvoll und pointiert auf den Punkt zu bringen. „In einem Zeitalter, in dem wir uns zunehmend Gedanken über die Umwelt machen, könnte die Zukunft der Mobilität schlichtweg sein, mehr zu Fuß zu gehen“, sagt der Künstler. Dem läßt sich wohl kaum widersprechen. Sein Bild zeigt einen Fuß, unter dem eine Blume wächst. Stellt man sich vor, dieser Fuß auf dem Bild läuft weiter, und nach jedem Fußtritt wächst eine neue Blume, dann gibt es sogar noch viel mehr gute Gründe dafür, öfter mal an der frischen luft spazieren zu gehen.

Jude Buffum „No Turn on Red“

„Wenn ich spekulieren würde, wie die Mobilität der Zukunft aussieht, dann wäre sie eine Mischung aus Bekanntem und Fantastischem“, sagt Jude Buffum. Vielleicht wäre der Kraftstoff, der sie antreibt, kostenlos, ergänzt er. Und vielleicht würde er sich aus verschiedenen Energiequellen speisen, die uns umgeben: Wasserstoff, Wind- oder Solarenergie. Wichtig ist dem US-Amerikaner in erster Linie die Umweltverträglichkeit. Vielleicht, so spekuliert er, brauchen wir auch gar keine Mobilität mehr, und das Fahren in einem Auto wird zu einer nostalgischen Angelegenheit. Diese aufregende Fantasie illustriert seine Arbeit „No Turn on Red“. Denn während wir darauf warten, dass sich unsere Atome nach einem Beamvorgang durch die Galaxis wieder korrekt zusammensetzen, bliebe ausreichend Zeit, in Videospielen zu erleben, wie es für unsere Vorfahren einmal war, ein Auto zu fahren.

Alexander Glandien „World on a Wire“

Wenn Illustrator Alexander Glandien sich die Zukunft vorstellt, dann wünscht er sich, dass die Straßen nicht nur dem Verkehr vorbehalten sind, sondern vielen anderen Aktivitäten. Der Mensch sollte sich den urbanen Raum von den Autos zurückerobern. Womit, das bleibt auch der Fantasie des Betrachters überlassen. Seine Arbeit „World on a Wire“ will Möglichkeiten aufzeigen. Für die Mobilität, die den Menschen in der Zukunft bewegt, erwartet Glandien, dass sie emissionsfrei und geräuschlos ist: „Der städtische Raum hätte so eine neue, ungekannte Lebensqualität.“

03.06.2016